letzte Aktualisierung:  14.12.2011

Fotos und mehr

von

Joachim Diehl


Blockstelle Höpfen mit Wartburg b. Eisenach   1994


Förthaer Tunnel b. Eisenach  1994


Belchengipfel 1987


Kapfenhäusle bei St. Märgen 2007


Neuhäusle bei St. Märgen 2008


Freilichtmuseum Kürnbach 2008


Blockstelle Parey 1994


Blockstelle Parey 1991

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

     Siehe, ich komme bald ! 

   (Offenbarung 3,11 und 22, 7 und 12)



  Bammental an der Strecke Heidelberg –Heilbronn am Sonntag, dem 30. September 2007. Überraschend fährt ein Dampfzug (RB 18341) durch den kleinen Ort im Badischen. Kaum jemand hätte im Jahr 2007 noch damit gerechnet, daß hier wieder ein planmäßiger Dampfzug fahren würde. Nur wenige wußten Bescheid, doch selbst der Fotograph dieses Fotos, wartete längere Zeit im Dornengestrüpp des Bahndammes auf diesen Zug.
  Er wußte, daß der Zug kommen würde und erwartete ihn sehnsüchtig. Schon einige Zeit vorher konnte er erste Zeichen seines Kommens wahrnehmen, als in der Ferne Rauch am Horizont aufstieg und das typische Dampflokgeräusch erklang. Doch der Zug mußte zunächst noch am Haltepunkt Bammental anhalten um Fahrgäste aufzunehmen. Erst nachdem alle eingestiegen waren, ging es weiter dem Ziel in Heilbronn entgegen.




„Jesus kommt“ ist auf dem Dach in Bammental zu lesen. Die Wiederkunft Jesu ist eines der Hauptthemen des Neuen Testaments. In den 260 Kapiteln ist mehr als 300 mal von der Wiederkunft Jesu die Rede. Trotzdem wird diese Tatsache heutzutage kaum noch erwähnt. Wer spricht noch darüber, ja wer erwartet unsern Herrn überhaupt noch?

  Unser Leben spielt sich zwischen zwei bedeutenden Ereignissen der Weltgeschichte ab. Das eine liegt mehr als 2000 Jahre zurück und hat Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit. Das andere steht noch bevor und die ganze Geschichte geht diesem großen Ereignis entgegen. Das erste war das Kommen Jesu Christi in diese Welt, als er Mensch wurde, um für unsere Sünden am Kreuz von Golgatha zu sterben und den Tod zu besiegen. Das zweite große Ereignis ist das Ziel der Weltgeschichte, die Wiederkunft Jesu in Kraft und Herrlichkeit und zum Gericht über diese Welt.

  Dieses angekündigte Gericht mag ein Grund dafür sein, daß heute kaum noch über die Wiederkunft Jesu gesprochen wird. Jesus als harmloses Kind in der weihnachtlichen Krippe oder Gott als harmlosen lieben alten Mann hoch droben im Himmel mag der heutige aufgeklärte moderne Mensch ja noch irgendwie akzeptieren. Von Sünde, Tod und Gericht oder gar einer ewigen Verlorenheit in der Hölle mag jedoch kaum noch jemand etwas hören. Selbst die christlichen Kirchen meinen heute festlegen zu müssen, was sie von Gottes Wort als noch zeitgemäß gelten lassen und verkündigen und was nicht. Die Wiederkunft Jesu scheint nicht dazuzugehören, denn wo wird sie heute noch gepredigt? Da stellt sich die Frage: Zeitgeist oder Heiliger Geist? „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“ (Matthäus 24,35)

  Der Apostel Paulus schreibt  „So sollt ihr vor allem das erkennen, daß am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft?“ (2. Petrus 3,3) Weiter heiß es in Vers 8: „Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, daß ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag! Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verloren gehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe.“

  Noch ist also Gnadenzeit, noch haben wir Zeit, unser Leben dem Herrn Jesus zu über-geben und in seinen Zug einzusteigen. Doch wie lange noch? Leben wir nicht bereits an diesem oben angesprochenen „Ende der Tage“? Besteht nicht die große Gefahr, diesen Zug zu verpassen und nur noch ohne jede Hoffnung hinterher sehen zu können?




  Wie werden wir „die letzten Tage“ und das Kommen des Herrn Jesus erkennen können? Viele Sekten und Glaubensgemeinschaften haben schon versucht, ein bestimmtes Datum zu ermitteln, doch Jesus sagt:
 „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater.“ (Matthäus 24,36)
Wenn wir zwar Tag und Stunde nicht wissen werden, so können wir aber doch die Zeichen der Zeit erkennen. Matthäus 24, Lukas 17,20-37, Lukas 21, 8-36, und unzählige andere Stellen der gesamten Bibel nennen uns deutliche Zeichen, die der Wiederkunft Jesu vorausgehen werden.

  Viele dieser Zeichen sind heute deutlich sichtbar, aber die in Wohlstand und Überfluß lebenden heutigen Menschen erkennen sie nicht mehr oder sehen darüber hinweg. Den angeblich so schlauen modernen Menschen geht es wie den Pharisäern und Schriftgelehrten, zu denen Jesus damals sagen mußte:

  „Am Abend sagt ihr: Es wird schön, denn der Himmel ist rot; und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter, denn der Himmel ist rot und trübe! Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht! (Matthäus 16,3)



Bergzow-Parchen 1991

  Ein Zeichen der Zeit ist der weltweite geistliche Niedergang.
„Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie.“
(2. Timotheus 3, 1-5)


  Dieses Wort gilt auch uns Christen; lieben wir heute nicht oft das Vergnügen mehr als Gott? Jesus vergleicht die Tage seiner Wiederkunft mit den Zeiten Noahs und Lots (Matthäus 24, 37-39 und Lukas 17, 26-30). Wie damals, steht heute das Vergnügen, das Kaufen und Verkaufen oft an erster Stelle. Uneingeschränkte Ladenöffnungszeiten und verkaufsoffene Sonntage sprechen eine deutliche Sprache. Die Ungerechtigkeit nimmt überhand. Weltweit greift sie rasant um sich. Auch Eisenbahner erleben dies deutlich, wenn sie mit ansehen müssen, wie ein einst gut funktionierendes, dem Allgemeinwohl verpflichtetes Unternehmen, den profitorientierten Interessen von Investoren und bahnfeindlichen Lobbyisten geopfert wird. Es wird aber noch viel schlimmer kommen:
„Weil die Ungerechtigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten“ (Matthäus 24,12) so Jesus in seiner Endzeitrede.

  Die Zeichen der Zeit betreffen und verändern nicht nur uns Menschen, sie finden sich auch in unserer Umwelt, ja im gesamten Universum. Ungerechtigkeit, Naturkatastrophen, Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben hat es schon immer gegeben. Doch seit einigen Jahren sprechen selbst völlig ungläubige Wissenschaftler und Medien von einer nie dagewesenen Häufung und zunehmenden Auswirkungen geradezu biblischen Ausmaßes. Ja man zieht sogar Vergleiche zum jüngsten Gericht! Die Menschheit versinkt in Ratlosigkeit und Angst. Ein Klima- und Krisengipfel jagt den nächsten. Die Ursache jedoch sieht man nicht in der Sünde des Menschen vor Gott, sondern in seinem Umweltverhalten.

  Natürlich ist die Maßlosigkeit und Gier der Menschen an der Zerstörung der Umwelt beteiligt. Doch jeder Schüler, der im Unterricht aufgepaßt hat, müßte eigentlich erkennen, daß die physikalischen Eigenschaften von CO2 und dessen geringes Vorkommen gar nicht zu einem Treibhauseffekt führen können. Dagegen beeinflussen die natürlichen (gottgegebenen) Schwankungen der Sonnenaktivität das Klima sehr viel mehr als die Aktivität der Menschen. Statt aufzufordern, vor Gott umzukehren und Buße zu tun, verfällt man in politischen Aktionismus und versucht die aufkommende Angst und Unsicherheit für zusätzliche Steuern und Zwangsmaßnahmen im Sinne der Wirtschaft und zum eigenen Machtausbau zu nutzen.

  All das Mühen und Betrügen der Menschen wird jedoch nichts nutzen, denn: „Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen. Und es werden Zeichen geschehen an Sonne Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Völker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.“
(Lukas 21,11 und 25-26)

  Wir erkennen bereits dunkle Wolken am Horizont, die auf derart umwälzende Ereignisse hinweisen. Eine der Hauptrollen wird dabei Israel zukommen. Vor 60 Jahren geschah das Unglaubliche, daß die Juden wieder in das Land ihrer Väter einzogen und den Staat Israel gründeten, genau wie es in der Bibel prophezeit wurde. Damit traten die sogenannten letzten Zeiten in ihre entscheidende Phase. Vor unseren Augen erleben wir, wie Jerusalem zum Taumelbecher und Laststein für alle Nationen wird (Sacharja 12, 2-3). Nicht umsonst ist Israel als eines der kleinsten Länder dieser Erde das Zentrum der Weltgeschichte und in allen Medien immerzu Thema. Dort wird der Herr Jesus wiederkommen in Kraft und Herrlichkeit, nachdem er zuvor schon seinen Gläubigen in der Entrückung im Himmel entgegengeeilt sein wird. Alleine die Geschichte Israels in Prophezeiung und Erfüllung ist einer der größten Beweise der Bibel!

  Noch ist Gnadenzeit, noch wird die Vollzahl der Gläubigen aus den Heiden eingesammelt (Römer 11,25). Noch hält der Zug der Zeit und gibt uns Gelegenheit einzusteigen. Doch alle Zeichen sprechen dafür, daß Gott der Herr und Weltenlenker die Abfahrtskelle bereits in der Hand und die Pfeife im Mund hat. Wenn die Türen geschlossen werden, so wie bei der Arche Noah (1. Mose 7,16) oder bei den törichten Jungfrauen (Matthäus 25,10), dann ist es zu spät! Wenn der Zug ohne uns abfährt, dann sind wir ewig verloren!

  „Darum wachet! Denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird!“ (Matthäus 25, 13)



  Die dunklen Wolken am Horizont dieser Welt mögen auch unter Christen Angst und Sorge verbreiten. Gerne würden wir wissen, wie weit die Uhr bereits fortgeschritten ist. „Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Welt sein?“ (Matthäus 24,3) fragten schon die Jünger Jesu.

  Jesus gibt uns einen bedenkenswerten Hinweis, nachdem er einige Zeichen der letzten Zeit genannt hat: „Dies alles ist der Anfang der Wehen.“ (Matthäus 24,8) Auch bei einer Schwangerschaft erwartet man jemanden, weiß aber nicht genau Tag und Stunde. Eine Geburt trifft uns aber nicht unvorbereitet. Die Zeichen einer Schwangerschaft werden von Monat zu Monat deutlicher, aber selbst wenn die Wehen schon beginnen, weiß man noch nicht genau, wie lange es noch dauern wird.

  Die Zeichen, die dem Kommen des Herrn vorausgehen, sind sichtbar und mögen uns beunruhigen. Auch die Wehen einer Geburt können Angst bereiten und sehr schmerzhaft sein, aber doch überwiegt bei einer Geburt die Freude auf das neue Leben. So sollte es auch bei uns sein, wenn wir die Zeichen der Zeit beobachten; denn die Wiederkunft unseres Herrn bedeutet auch für uns neues Leben und unermeßliche Freude! Unser Leben wird sich vom Glauben in das Sehen verwandeln und wird uns alles Leid und Trübsal vergessen lassen, die uns jetzt noch bedrücken.

  „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe.“ (Römer 13, 12)
Je tiefer diese Welt in der Finsternis versinkt, desto näher ist das Licht des neuen Tages. Wir Christen brauchen uns nicht zu fürchten, denn der Herr hat für uns auf Golgatha schon alles vollbracht. So kann er uns sagen: „Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht!“ (Lukas 21, 28)

 Darum wachet jederzeit und bittet, daß ihr gewürdigt werdet, diesem allen zu entfliehen, was geschehen soll und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.“ (Lukas 21,36)

  Das wichtigste für uns in dieser Zeit ist: „Haltet fest, was ihr habt, bis ich komme!“ (Offenbarung 2,25) Verführung und Abfall von der wahren Lehre gehören zu den häufigsten Warnungen der Bibel für unsere Tage. In vielen Gemeinden stehen heute moderner Zeitgeist und menschliche Meinung über Gottes Wort. Doch nur der Weg durch die enge Pforte (Matthäus 7,13) wird uns zum Ziel führen. Nur Jesus alleine rettet, aber wir müssen sein Wort nicht nur hören, sondern auch als Wahrheit akzeptieren und befolgen!

  Der Herr läßt den Menschen die Freiheit, in beide Richtungen zu gehen. Daher ist es wichtig im richtigen Zug zu sitzen, IHM entgegen, von der Finsternis ins Licht! Laßt uns der Aufforderung aus Bammental folgen:


„Jesus kommt, komm mit!“


Blockstelle Basheide  05.06.2003

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------



"Die Tage des Menschen sind wie Gras;

er blüht wie eine Blume auf dem Feld;

wenn ein Wind darüber geht,

so ist sie nicht mehr da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr"

(Psalm 103)





Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen,
auf daß wir klug werden!


(Psalm 90,12)